Im Gespräch mit ChatGPT
Gedanken über Künstliche Intelligenz, Musik und Kreativität
„Je besser die Fragen wurden, desto interessanter wurden die Antworten.“

Kapitel 1

Wie arbeitet ChatGPT?

Die erste Frage

Unsere Zusammenarbeit begann zunächst mit ganz praktischen Aufgaben. Es ging um Musik, um meine Internetseite, um Liedtexte und später um größere Projekte wie die Elvis-Musikbiografie.

Dabei fiel mir auf, dass ChatGPT nach der eigentlichen Beantwortung meiner Fragen häufig weitere Vorschläge machte. Diese Hinweise wirkten nicht zufällig, sondern passten erstaunlich gut zu meinen jeweiligen Projekten.

Deshalb stellte ich die erste grundlegende Frage.

Kannst du mir einmal erklären, wie du arbeitest, wenn du mir nach einer konkreten Aufgabe noch weitere Vorschläge machst?

Antwort

Ja. Tatsächlich gehört dies zu den wichtigsten Merkmalen meiner Arbeitsweise.

Wenn du mir eine konkrete Aufgabe gibst – beispielsweise einen Songtext, Hilfe für deine Internetseite oder eine technische Frage –, konzentriere ich mich zunächst vollständig auf diese Aufgabe.

Während ich die Antwort entwickle, versuche ich gleichzeitig zu erkennen, welches eigentliche Ziel du mit deiner Frage verfolgst.

Anschließend entstehen häufig weitere Vorschläge. Dafür gibt es mehrere Gründe.

1. Ich erkenne ein übergeordnetes Ziel

Ein Beispiel: Du fragst nach einem Titelbild für eine YouTube-Playlist.

Aus unseren bisherigen Gesprächen weiß ich, dass du deinen gesamten Kanal möglichst einheitlich gestalten möchtest.

Deshalb beschränke ich mich nicht nur auf das gewünschte Titelbild, sondern schlage häufig eine Gestaltung vor, die zu allen Playlists passt und einen gemeinsamen Wiedererkennungswert schafft.

2. Ich erkenne den nächsten logischen Schritt

Ein weiteres Beispiel: Du hast einen Song fertiggestellt.

Erfahrungsgemäß folgen darauf häufig weitere Arbeitsschritte:

Deshalb weise ich häufig bereits auf diese Möglichkeiten hin. Nicht weil sie zwingend notwendig wären, sondern weil sie oft den nächsten sinnvollen Schritt darstellen.

3. Ich versuche, spätere Arbeit zu vermeiden

Oft erkenne ich bereits, welche Frage wahrscheinlich als Nächstes gestellt wird. Wenn ich diese Möglichkeit gleich berücksichtige, erspart das häufig weitere Nachfragen.

Gerade bei deinen Projekten ist mir dies besonders aufgefallen. Im Laufe unserer Zusammenarbeit habe ich erkannt, dass du nur selten an einer einzelnen Datei arbeitest. Meist entwickelt sich daraus ein größeres Projekt.

So entstehen beispielsweise:

Deshalb denke ich häufig projektorientiert und nicht ausschließlich bezogen auf die unmittelbar gestellte Frage.

Kann das auch zu viele Vorschläge ergeben?

Ja. Natürlich kann es vorkommen, dass zusätzliche Hinweise mehr verwirren als helfen. Solltest du ausschließlich eine konkrete Antwort wünschen, genügt ein kurzer Hinweis. Dann beschränke ich mich bewusst auf die gestellte Aufgabe.

Andererseits können ergänzende Vorschläge einen echten Mehrwert bieten. Ein gutes Beispiel dafür war das Projekt „ELVIS – Eine KI-Musikbiografie“.

Aus einzelnen Liedern entwickelte sich Schritt für Schritt eine vollständige musikalische Biografie mit historischen Erläuterungen, Bildern, einer einheitlichen Gestaltung und schließlich einem eigenen Bereich auf meiner Internetseite.

Diese Entwicklung entstand nicht aus einem fertigen Plan, sondern aus vielen kleinen Vorschlägen und den jeweiligen Entscheidungen.

Eine Gegenfrage

Zum Abschluss stellte ChatGPT mir eine Gegenfrage:

Welche Arbeitsweise ist dir künftig lieber?

Nach allem, was wir gemeinsam entwickelt hatten, erschien mir Variante C als die sinnvollste Lösung.

Für unsere weitere Zusammenarbeit hat sich diese Entscheidung als richtig erwiesen.